Winterdepression

Winterdepression – Winterblues

Winterdepression – Winterblues – auch saisonale oder Lichtmangel-Depression genannt.

Die meist unbeliebte Jahreszeit ist der Herbst und der Winter.
Grau, trüb, kalt und nass! Morgens wird es erst später hell.
Zwischen den Häusern, auf den Straßen und den Feldern hängt dicker, grauer Nebel.
Die Sonnenstunden werden kürzer.
Viele Menschen überkommt Trübsal und eine „Winterdepression“.

Dieser Zustand beginnt oft im Herbst und endet ganz plötzlich im Frühling. Dann wenn die Tage wieder länger und heller werden. Frauen leiden in der Regel häufiger an Winterdepression als Männer. Mit zunehmende Alter werden die Beschwerden stärker.

Aber wie erkennt man, dass man am Winterblues leidet?

Die häufigsten Beschwerden sind z.B.

– eine gedrückte Stimmung,
– mangelnde Energie,
– Antriebslosigkeit,
– häufige Müdigkeit,
– verstärkter Appetit auf Süßigkeiten (Kohlenhydratheißhunger), dadurch Gewichtszunahme

Die Ursachen sind meistens Licht- und Bewegungsmangel. In der lichtärmeren Jahreszeit wird weniger Serotonin vom Körper ausgeschüttet.

Serotonin??? Was ist das?

Serotonin ist unser Wohlfühlhormon. Einfach gesagt „GLÜCKSHORMON“!
Dies wird direkt im Gehirn produziert. Serotonin beeinflusst das Herz-Kreislauf-System und wirkt im Magen-Darm-Trakt. Es kontrolliert unseren Appetit, steuert unsere Wachsam- oder Müdigkeit und ist für viele weitere lebensnotwendigen Funktionen zuständig.
Also kurz gesagt:  „Herrscht in unserem Körper Serotoninmangel, sinkt unsere Stimmung!“

Jetzt wäre die einfachste Lösung große Mengen Serotonin in Form von z.B. Kapseln einzunehmen. Das nützt leider nichts, da Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann. Die Blut-Hirn-Schranke lässt Botenstoffe im Blut nicht durch, um den Informationsfluss der Nervenzellen im Gehirn nicht zu stören.

Und nun? – Wie bekomme ich meinen Serotonin Haushalt in die richtige Dosis oder beuge einem Mangel vor?

Der Körper braucht so viel natürliches Tages-/Sonnenlicht wie nur möglich. Das heißt viel Bewegung an der frischen Luft. Ob Radfahren, Joggen, Nordic Walking oder ausgiebige Spaziergänge – ganz egal, Hauptsache draußen. Auch eine Tasse Kaffee/Tee in der Sonne ist wie ein kleiner Kurztrip für die Seele. Selbst ein bedeckter Himmel ist „natürlich“ heller, als eine künstliche Lichtquelle.

Auch ein organisierter, strukturierter Tagesablauf wirkt sich positiv auf unser Gehirn und Gemüt aus.

Positiv wirken sich auch bunte Farben aus. Dekoriere doch mal alles ein wenig bunter zB. die Sofakissen kunterbunt beziehen, bunte Tischdecken, farbige Platzdeckchen, fröhliche Kleidung.

Flotte, rhythmische Musik, bei der du nicht still sitzen kannst oder mitsingen musst.

Eine ganz wichtige Sache um dem Winterblues vorzubeugen, die viele unterschätzen, sind Düfte. Verändere doch einfach mal den Raumduft, inhaliere Öle, bade in ätherischen Ölen oder lass dich mal durch eine Massage mit Ölen verwöhnen. Nimm Düfte die dir gefallen, mit denen du gute Erinnerungen verbindest und die positiv auf dich wirken. Achte dabei unbedingt auf die Qualität. Denn wenn es keine reinen Öle sind, führst du deinem Körper Chemikalien zu, was am Ende kontraproduktiv ist und vielleicht auch zu Nebenwirkungen führt.

Ich verrate dir gerne meine Lieblingsdüfte, die mich durch die dunkle Jahreszeit begleiten.
Düfte die mir dabei helfen, meine Einstellung und meine Energie positiv zu beeinflussen.

Denn die Einstellung ist meist der Schlüssel!

Die geeignetesten Düfte sind Orange, Rosmarin, Ingwer, Lavendel, Geranie, Pfefferminze, Zitronengras und Vetiver.

Ihre Wirkung:

Orange
Das aus Orangen gewonnene ätherische Öl hat einen lebendigen Zitrusduft, der den Geist belebt und auch einen beruhigenden Einfluss ausübt. Der Duft von Orangenöl erweckt ein Gefühl von Frieden und Glück. Es weist einen hohen Anteil an antioxidativ wirksamen D-Limonen auf.

Rosmarin
Rosmarins Duftcharakter ist frisch, krautartig und süß. Das ätherische Öl ist energiespendend und fördert die geistige Aufmerksamkeit bei Ermüdungserscheinungen.

Ingwer
Ingwer besitzt einen warmen und würzigen Duft, der Ihnen Energie verleiht.

Lavendel
Lavendel hat einen frischen, süßen, krautartigen Blumenduft, der wohltut und erfrischt. Einerseits wirkt es beruhigend vor der Schlafenszeit, andererseits erhöht es Ausdauer und Leistungsfähigkeit.

Geranie
Geranien bieten einen wunderbar belebenden und beruhigenden Blumenduft. Geranien eignen sich vorzüglich für die Hautpflege. Darüberhinaus ist die aromatische Auswirkung dieser Pflanze besonders hilfreich beim Loslassen negativer Erinnerungen.

Pfefferminze
Pfefferminze hat ein starkes, reines, frisches und minziges Aroma und gilt als eines der ältesten und meistgeschätzten Kräuter. Studien bestätigen die Bedeutung der Pfefferminze auf ihre Wirkung auf den Geschmacks- und Geruchsinn, wenn das Öl eingeatmet wird. Man erforschte die Fähigkeit der Pfefferminze, Konzentration und geistige Genauigkeit zu verbessern.

Zitronengras
Zitronengras hat ein leichtes, frisches, aber auch ein leicht erdiges Zitrusaroma. Es fördert klares Denken, indem es erfrischt, anregt, vitalisiert und ausgleicht. Fördert die psychische Klarheit.

Vetiver
Vetivergras (Vetiveria zizanoides) besitzt einen schweren, erdigen Duft, ähnlich wie Patschuli mit etwas Zitrone. Dieses ätherische Öl wirkt positiv auf die Psyche, es beruhigt und stabilisiert.

Diese Düfte mischst du am Besten wie folgt:

ORANGE (antidepressiv, stresslösend)
gemischt mit Lavendel, Geranie, Pfefferminze

ROSMARIN (stimmungsaufhellend, Konzentrationsfördernd)
gemischt mit Zitronengras, Vetiver, Ingwer, Lavendel

INGWER (antidepressiv, wirkt sich positiv auf das Energielevel aus, stärkt das Selbstbewusstsein)
gemischt mit Orange, Zitronengras, Rosmarin

Also ganz kurz gesagt:

Bewegung, Licht und Düfte sind der natürlichste Weg einem Winterblues oder der sogenannten Winterdepression vorzubeugen.